Süchtig nach Jihad – Der wahre Syrienkrieg

Zu Beginn des heutigen Tages stolperte ich ausversehen über eine interessante Dokumentarreihe auf Youtube, die es auf dem Kanal von zqnce (wird ’sequence‘ ausgesprochen) zu sehen gibt. Auf jenem Kanal gibt es auch schon andere Dokumentationen, wie zum Beispiel „$ick“, in der es um einen ehemaligen Heroin-Junkie geht.

Bereits nach dem Ansehen des ersten Teils der Doku wird jedoch klar, dass es sich hierbei nicht um einen objektiv gestalteten Bericht handelt, sondern um einen persönlichen Eindruck des Dokumentars. Auch merkt man, dass keine professionelle Produktion mit hohem Budget dahintersteht, wie es von Medienanstalten gewöhnlicherweise der Fall ist. Allerdings ist hier der Vorteil, dass viele Fakten, die in den etablierten Medien nie zutage treten, weil sie nicht der „political correctness“ entsprechen hier aufgezeigt werden.

Der Dokumentar ist ein ehemaliger Student. Der damals 24-jährige reiste mit Eigenbudget von nur wenigen Tausend Euro nach Syrien. Mit dabei hatte er Mahmoud Dahi, einem Syrier, der 1980 nach Deutschland flog und es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich an dem Transport überlebenswichtiger Fahrzeuge und Hilfsgüter in das Land zu transportieren, zum Beispiel in die Region rund um Aleppo. Er berichtet über seine vielen persönlichen Erlebnisse und Eindrücke in der Region und das Flüchtlingslager namens „Bab Al Salameh“. Dort leben Menschen, die seit Jahren unter der grausamen Verfolgung des Assad-Regimes leiden müssen. Diesen Menschen steht nun eine weitere Bedrohung bevor – nämlich der islamisch-faschistische Staat Daesh, bei uns meist IS oder ISIS genannt.

Hubertus Koch beleuchtet in dem fünfteiligen Dokumentarfilm viele der Aspekte, die uns die etablierte Medienlandschaft bewusst verschweigt oder welche eine untergehen. Als Beispiel die Schikane durch die türkische Regierung und deren Behören, deren Blockade der Hilfsgüterlieferungen und dabei auch die schlimmen Auswirkungen seelischer und körperlicher Natur vom Krieg auf die syrische Bevölkerung. Es wird klar, wie verzweifelt die Lage der dortigen Menschen ist, vor allem was die medizinische Versorgung oder auch psychologische Hilfe in der Region angeht.

Die Dokumentation ist ein mächtiges Werk in Eigenproduktion, nichts für schwache Nerven, jedoch unheimlich augenöffnend.